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Anleitung ·

Baby-Passbild selber machen: so geht’s zu Hause.

Breite ein glattes, einfarbiges Laken in der Farbe aus, die dein Dokument verlangt, und leg dein Baby mit dem Rücken darauf. Stell dich direkt darüber, halte das Handy parallel zum Boden und fotografiere bei weichem Tageslicht vom Fenster – ohne Blitz. Hände, Spielzeug und Schnuller gehören nicht ins Bild, der ganze Kopf und beide Ohren schon. Prüfe das Foto nach den Regeln deines Dokuments, bevor du es druckst oder hochlädst.

Was du brauchst

  • Ein glattes, einfarbiges Laken in einer Farbe, die dein Dokument akzeptiert – beim US-Reisepass weiß oder altweiß, beim britischen Reisepass hellgrau oder creme. Alle Dokumente ansehen.
  • Einen Raum mit großem Fenster und indirektem Tageslicht.
  • Dein Handy. Eine zweite Person hilft – sie lenkt die Aufmerksamkeit deines Babys auf sich, halten soll sie es nicht.
  • Zehn ruhige Minuten, am besten nach dem Füttern und einem Schläfchen.

Laken und Licht vorbereiten

Breite das Laken auf dem Boden oder einem festen Bett aus und zieh es glatt: Jede Falte wirft einen Schatten, und ein Laken mit Schatten wirkt wie ein gemusterter Hintergrund. Am besten liegt es direkt neben dem Fenster, damit das Tageslicht gleichmäßig darauf fällt. Schalte das Deckenlicht aus – es färbt ein weißes Laken gelb und wirft Schatten unter die Augen.

Der Aufbau von oben: das Baby auf einem Laken neben dem Fenster, das Handy flach über dem GesichtFensterWeiches TageslichtEinfarbiges LakenHandy flach darüber gehalten

Verzichte auf den Blitz. Er lässt das Gesicht flach wirken, die Haut glänzen und wirft einen harten Schatten aufs Laken. Ist eine Gesichtshälfte dunkler, dreh den Aufbau so, dass das Fenster auf Höhe des Gesichts liegt, oder wirf mit einem weißen Handtuch knapp außerhalb des Bildes Licht zurück.

Dein Baby richtig hinlegen

Leg dein Baby auf den Rücken in die Mitte des Lakens: Kopf gerade, beide Ohren sichtbar, Schultern auf einer Höhe. Lass rundherum viel Laken frei – der Zuschnitt braucht Platz über dem Kopf und unter dem Kinn.

  • Ein schlichtes Oberteil, das sich vom Laken abhebt: Ein weißer Body verschwindet vor weißem Hintergrund.
  • Keine Mütze, kein Haarband, keine Haarschleife – und der Schnuller kommt raus.
  • Haare aus den Augen und aus dem Gesicht.

Senkrecht von oben fotografieren

  1. Stell dich über dein Baby – oder knie dich so hin, dass es zwischen deinen Knien liegt –, das Objektiv über seinem Gesicht.
  2. Halte das Handy flach, parallel zum Boden. Ein schräges Handy lässt das Kinn größer wirken als die Stirn.
  3. Bleib etwa eine Armlänge entfernt. Ein Handy wenige Zentimeter vor dem Gesicht verzerrt es.
  4. Achte darauf, dass dein eigener Schatten nicht aufs Laken fällt, und mach viele Aufnahmen – du brauchst nur eine.

Das Schwierigste ist der Blick. Ein Baby schaut etwa eine halbe Sekunde lang hoch, und ein Daumen auf dem Auslöser verpasst den Moment. In der TotShot-App weckt ein Ton seine Aufmerksamkeit, und das Handy löst selbst aus, sobald Augen, Kopfhaltung und Ausschnitt stimmen – so kannst du dein Baby anschauen statt den Bildschirm.

Neugeborene und schlafende Babys

Manche Dokumente erlauben bei Babys geschlossene Augen: der US-Reisepass (bis 12 Monate), der britische Reisepass (unter 1 Jahr), der italienische Reisepass (bis 5 Monate), der polnische Reisepass (unter 5 Jahren) und der brasilianische Reisepass (bis 1 Monat). Die anderen verlangen in jedem Alter offene Augen, auch bei Neugeborenen – fotografiere also, wenn dein Baby satt, ausgeruht und wach ist; morgens klappt es oft am besten.

Liegen ist die einfachste Position für ein Baby, das noch nicht sitzen kann. Schriftlich erlaubt ist ein Foto im Liegen beim US-Reisepass (bis 12 Monate), beim britischen Reisepass (unter 1 Jahr), beim irischen Reisepass (bis 36 Monate), beim neuseeländischen Reisepass (unter 1 Jahr), beim brasilianischen Reisepass (bis 1 Monat) und beim japanischen Reisepass (unter 6 Jahren). Die übrigen Dokumente sagen dazu weder Ja noch Nein: Geprüft wird das Ergebnis – ein frontales Porträt vor einfarbigem Hintergrund, sonst nichts im Bild.

Warum Hochhalten nicht funktioniert

Wer ein Baby unter den Armen hochhält, schiebt ihm die Schultern bis zu den Ohren hoch und kippt ihm den Kopf. Und ist eine Hand oder ein Arm im Bild, wird das Foto abgelehnt – keines der Dokumente in unserem Katalog akzeptiert eine sichtbare Stütze. Im Liegen ist beides gelöst: Der Kopf liegt gerade, die Schultern bleiben auf einer Höhe, und keine Hand kommt dem Bild auch nur nahe.

Häufige Gründe, warum ein Babyfoto abgelehnt wird

  • Der Kopf ist im Bild zu klein. Nur der niederländische Reisepass sieht für Kinder eine kleinere Kopfgröße vor. Überall sonst muss der Kopf eines Neugeborenen das Maß für Erwachsene ausfüllen.
  • Ein Schatten hinter dem Kopf oder unter dem Kinn.
  • Ein faltiger oder gemusterter Hintergrund oder die falsche Farbe für das Dokument.
  • Der Kopf ist schief oder zur Seite gedreht.
  • Eine Hand, ein Spielzeug, ein Schnuller oder ein Deckenzipfel im Bild.
  • Unschärfe durch Bewegung.
  • Der Scheitel oder das Kinn ist abgeschnitten.
  • Geschlossene Augen bei einem Dokument, das offene verlangt.
  • Ein bearbeitetes Foto – ein ausgeschnittener Hintergrund oder geglättete Haut. Behörden wollen das Original; TotShot schneidet zu, bringt das Foto aufs Maß, gleicht das Licht an und mildert, wo die Regeln es erlauben, Schatten auf dem Laken.

Manche Dokumente nehmen einen Upload an – etwa der britische Reisepass bei einem Online-Antrag –, viele wollen aber weiterhin Abzüge. Die Anforderungstabelle zeigt, welche und wie viele. Drucke auf Fotopapier in Originalgröße: Ein Drucker, der auf „An Seite anpassen“ steht, verändert die Kopfgröße, die du gerade richtig hinbekommen hast.

Vor dem Einreichen prüfen

Die Regeln unterscheiden sich je nach Dokument und Alter, und ein abgelehntes Foto bedeutet meist einen neuen Termin. Lass das Foto vor dem Druck durch unseren kostenlosen Check laufen – er misst Kopf, Augenlinie, Kopfhaltung und Licht an den veröffentlichten Regeln deines Dokuments – oder fotografiere mit der TotShot-App, die jede Aufnahme prüft, bevor du etwas bezahlst. Die endgültige Entscheidung trifft immer die ausstellende Behörde.